Das Jüngere Jagdbuch von Wolfgang Birkner

Die aktuelle Sonderausstellung im Museum Jagdschloss Gelbensande widmet sich in Auszügen dem Jüngeren Jagdbuch Wolfgang Birkners (1582 – 1651). Die ausgestellten ersten 15 Tafeln dieses beeindruckenden Werkes beschäftigen sich mit der eingestellten Jagd auf Rotwild. Vom Rapport des Jägermeisters beim Herzog bis zum Zerwirken des erlegten Wildes werden alle Momente einer typischen höfischen Jagd dargestellt. Immer an der Seite des Herzogs, aber schwer zu finden, zeigt sich der Hofzwerg. Die vielen detailreichen Darstellungen laden zum intensiven Studium der Bilder ein. So manches Brauchtum wird der Jäger in den frühneuzeitlichen Abbildungen entdecken. Aber auch Unterschiede zu den heutigen Gepflogenheiten der Jagd werden deutlich.

1582 in Bayreuth geboren, wurde Birkner 1614 zum Hofmaler Johann Casimirs von Sachsen-Coburg (1564-1633). In dieser Funktion malte Birkner vor allem Ölgemälde, die die vom Herzog auf seinen Coburger Besitzungen veranstalteten Jagden zeigen.